Rückblick 2005
St. Sebastianus Schützenbruderschaft Linde 1921 e.V.
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Schützenfest 2005

Die altbewährte Waffengattung der Gewitterflinten kam beim diesjährigen Schützenfest der St. Sebastianus-Schützenbruderschaft Linde hoch zu Ehren. Das lag an den Wetterlaunen, die momentan vielen Freiluftveranstaltungen zu schaffen machen. Gerhard und Lisbeth Rosenkranz, die die Bruderschaft bereits zum dritten Mal als Königspaar repräsentieren, ließen sich nicht verdrießen und genossen beim Festzug am Sonntag ausgiebig die Ovationen der Unentwegten, die sich zu diesem Ereignis eingefunden hatten. Den großen Festzug gestalteten die Tambourcorps Loope und Hartegasse, der Musikverein Linde, die Schützenbruderschaften Altenrath-Helling, Hartegasse-Süng und Schmitzhöhe, sowie der Schützenverein Waldbruch.

Am Vortag hatte das Schützenfest mit dem ökumenischen Gottesdienst in der Kirche St. Joseph begonnen, den Pfarrer Stephan Romot und Präses Benedikt Schmetz gemeinsam gestalteten. Es folgte das Prinzen- und Schülerprinzenvogelschiessen auf dem Schießstand. Torsten Kirchgässner holte den Rumpf des Prinzenvogels von der Stange, nachdem sich Florian Burczyk alle Pfänder, das Krönchen wie die beiden Flügel, gesichert hatte. Der Schülerprinzenvogel war ein buntes Kunstwerk, das Vanessa Busemann gebastelt hatte und eigens von der Stange putzte. Das Krönchen holte sich Steffen Klautsch, den rechten Flügel Robin Peffekoven und den linken Flügel Vanessa Busemann.

Am Samstagabend hielten die amtierenden Majestäten beim Schützenball im Haus Burger zünftig Hof, wobei die Tanzband „Easy Going“ mächtig die Stimmung anheizte. Traditionell hatte die Kirmes bereits am Freitag mit dem Linder Abend rund um die Weinlaube bei einem guten Tropfen begonnen. Die Jugend zog es zur Disco des Vereinslokals Jägerhof. Wer gut zünftig feiern will, der soll auch wieder früh raus aus den Federn, so will es der Schützenbrauch. Die Messfeier am Sonntag war gut besucht und am Ehrenmal wurde feierlich der Verstorbenen gedacht. Dann ging es in den Saal des Hauses Burger zum Konzert des Musikvereins Linde, das den würdigen Rahmen zu Ehrungen und Auszeichnungen bildete. Für vierzigjährige Vereinstreue wurde Hans-Josef Porsch geehrt, während Karl Schulkowsky, Siegmund Staron und Frank Kremer mit dem Silbernen Verdienstkreuz bedacht wurden.

Schnell wie nie zuvor fiel in diesem Jahr der Königsvogel der St. Sebastianus-Schützenbruderschaft Linde. Pünktlich um 13 Uhr begann das Ritual nach einem ausgiebigen Frühschoppen mit den scheidenden Majestäten in fröhlicher Runde. Nachdem Ralf Broichhaus bereits beim 10. Schuss das Krönchen holte, fielen Manfred Baldsiefen und Hans-Richard Müller Schlag auf Schlag der rechte wie der linke Flügel zu. Die spannende Konkurrenz um den Rumpf beendete bei außergewöhnlich starker Beteiligung der „Vogeltischler“ Lambert Busemann, so wie es ihm sein Töchterchen Vanessa am Samstag vorgemacht hatte. Zusammen mit seiner Frau Roswitha repräsentiert Lambert Busemann die Schützen von Linde erneut nach seiner Regentschaft in der Session 1992-93.

Entkrönt und trotzdem noch in Ehr und Würden, so darf man mit Fug und Recht die diesjährige Krönungszeremonie der St. Sebastianus-Schützenbruderschaft Linde überschreiben. Die Freiterrasse des Hauses Burger diente als erhabener Ort, der Himmel hielt gnädig seine Tropfen zurück und die angetretenen Grünröcke, die Musikanten und das Volk bildeten eine imposante Kulisse.

Brudermeister Walter Ibele bedankte sich beim Königspaar Gerhard und Lisbeth Rosenkranz für ihre Einsatzfreude und Großzügigkeit, sowie bei Prinzessin Christina Mertens mit Prinz Florian Mauel und der Schülerprinzessin Susan Staron für die Begeisterung mit denen sie ihren Verpflichtungen nachgekommen sind.

Unter fünf ernsthaften Wettbewerbern hatte Lambert Busemann in einem dramatischen „Herzschlagfinale“ den Vogel abgeschossen. Nun stand er erneut nach 1992-93 mit seiner Frau Roswitha auf der Empore und sonnt sich im Familienstolz, denn seine Tochter Vanessa wird ihn im Königsjahr als Schülerprinzessin begleiten. Die Prinzenwürde hatte Torsten Kirchgässner errungen, der seine Freundin Kathleen Zerna zur Prinzessin auserkor.

Mit großer Freude vollzog der Präses der Bruderschaft, Pfarrer Benedikt Schmetz, die Krönungszeremonie, die von den Linder Blasmusikanten dezent untermalt wurde. In andächtiger Stille verlief anschließend der große Zapfenstreich, den der Musikverein Linde zusammen mit dem Tambourcorps Blau-Weiß Hartegasse intonierte. Beim Festzug ordnete Hauptmann Martin Wojtalla, im Gegensatz zum regnerischen Vortag, die „Große Runde in alle vier Winde“ an. Das Urteil bleibt jedem selbst überlassen, wer sich wohl am meisten gefreut hat, die marschhungrigen Schützenbrüder aus Olpe, Frielingsdorf, Loope, Lindlar und Linde oder die viermal tangierten Zuschauer an der Kreuzung.

Während die Großeltern von den Enkelchen noch schnell wegen der letzten Kirmesgroschen angegangen wurden, versammelten sich die Schützen im Saal Burger zum Königsball, zu Tanz und Frohsinn mit der „Easy-Going-Tanzband“. An allen Tagen waren die Weinlaube der Schützen sowie Müllers Cafeteria zu Gunsten der Kinderkrebshilfe ein empfehlenswerter Anziehungspunkt.

Die „entkrönten“ Häupter, König Gerhard Rosenkranz, Prinzessin Christina Mertens und Schülerprinzessin Susan Staron stehen weiterhin als Bezirksrepräsentanten im Rampenlicht. Alle begeisterten Schützen drücken den Bezirksprinzessinnen Christina und Susan aus Linde zum Diözesanschießen in Berrenrath, am Sonntag, 12. Juni, die Daumen. Den Bezirkskönig Gerhard aus Linde begleiten die gleichen Wünsche zum Bundesschießen am 11. September in Leverkusen.